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Am 4. machte Graf Metternich einen Besuch inPrag, wo ihn Murat's neapolitanischer Gesandte Cariatiund der dänische Graf Bernstorff erwarteten. Er bliebbis znm 7. Ich hatte viele und wichtige Gespräche mitihm, besonders über die deutschen Angelegenheiten, derenkünftiges Schicksal ein schwieriges Problem war. DerGeist, der durch den allgemeinen Widerstand gegen diefranzösische Herrschaft in Deutschland erwacht, durch dieStein'schen Proklamationen mächtig gesteigert, besondersvon Preußen aus dergestalt gewachsen war, daß der Be-freiungs-Krieg einem Freiheits-Kriege nicht un-ähnlich sah — gab zu ernsten Betrachtungen und Besorg-nissen über die Zukunft Anlaß; und die Idee, daß derSturz eines auf die Revolution gegründeten Despotismus,wohl, anstatt einer wirklichen Restauration abermals zurRevolution zurückführen könnte, wurde in jenen Gesprächenvon mir besonders lebhaft angeregt.
Am 8. ging Floret durch Prag mit der Nachricht,daß der Traktat, durch welchen Baiern sich fiir die Koali-tion erklärte, zu Ried geschlossen war.
Am 19. erhielt ich die Nachrichten von dem Anfangeder Schlacht bei Leipzig; der 20. verfloß in unruhigenErwartungen, aber um 1 Uhr Morgens des 21. brachtemir der Kourier Z anno ni Briefe aus Rötha und Bornavom 18. und 19. mit der ersten Meldung des großenSieges, den ich wenige Stunden nachher durch Extra-Blätter zur Präger Zeitung und durch Privat-Kommuni-kationen über die ganze Stadt verbreitete.
Am 22. kam General Reipperg, der die Sieges-Postnach Wien überbrachte, und von welchem ich Briefe undDetails, und Aufträge in Menge erhielt. Ich veranstaltetedie Erleuchtung der Stadt und die Feier des Te Deutn. —