Band 
Erster Band.
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Es war ein herrlicher Moment für mich. Die Sache, fürdie ich seit zwanzig Jahren gekämpft hatte, schien endlichdie Oberhand zu behalten. Die Umstände machten michzu einem der ersten Organe, welche diese große Wen-dung des Glückes verkündigten, und der Sturz der Welt-herrschaft und des Mannes, der an ihrer Spitze stand, warfür mich — wie nicht für jederman — ein reiner, durchkeinen Rückblick getrübter Triumph, da ich nicht nur zukeiner Zeit in meinen Grundsätzen und Gesinnungen ge-wankt, sondern mir auch Napoleou's persönlichen Haßzugezogen hatte, der sich noch wenig Monate zuvor (wäh-rend Bubua's Anwesenheit zu Dresden) bei Gelegenheiteiner durch Zufall oder Verrath in seine Hände gefallenen,im Monat März von mir abgefaßten geheimen Staats-schrift offenbarte.

Da nach der Schlacht bei Leipzig der Schauplatz desKrieges sich immer weiter von Prag entfernte, so sah ichden Zeitpunkt vor mir, wo ich entweder in's Haupt-Quar-tier gerufen werden, oder nach Wien zurückkehren mußte.Meine Verbindungen mit dem Grafen, nunmehrigen Für-sten Metternich wurden schwieriger; mein Geschäfts-Kreiverengte sich; in dem letzten Monate meines Aufenthalteszu Prag war ich nur auf Korrespondenz reduzirt, undversorgte nebenher die dortige Zeitung mit guten Artikeln.Nichts desto weniger war ich immer noch sehr glücklichund zufrieden. Ich hatte damals Siegmund Schweitzer,diesen seit acht Jahren erprobten treuen Diener, au dieStelle desjenigen, dem ich die Schuld des Verrathes desobgedachteu geheimen Mémoires zuschrieb und deßhalb meineGeschäfte nicht vertrauen konnte, zu meinem Geheimschrei-ber erhoben, ein Amt, welches er durch eine lange Reihevon Jahren mit immer gleicher Redlichkeit verwaltet hat.