Band 
Erster Band.
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schloffen, unaufgefordert ebenfalls nach Paris zu reisen;doch gab ich dies unverdaute Projekt bald wieder auf.

Ain 16. fuhr ich nach Baden, !vo man mir eine sehrgute Wohnung gemiethet hatte. Auf Dr. Frank's Rathsollte ich mich der dortigen Bäder bedienen, doch erst imAugust dazu schreiten.

Am 3. Juni ging ich abermals nach Baden, und brachteden ganzen Monat, bald dort, bald in Wien zu. In Ba-den gebrauchte ich das Johannisbad, weil ich die stärkerenfürchtete. Meine dortigen Gesellschaften waren vorzüglichdie der Fürstin Bagration, der Gräfin Fuchs, F. Lamb,jetzt englischer Minister, viele Freunde. — In der Stadtgab ich, in meiner kleinen, aber sehr gut eingerichtetenWohnung häufige und ausgezeichnete Diners. GeneralLan genau, Graf Schulenburg, die Grafen Kolowrat,Vater und Sohn, Fürst Esterhazy u. a. sah ich täglich.Gearbeitet wurde nicht gar viel.

Am 16. hielt der Kaiser seinen Einzug in Wien, undam Abend dieses Tages waren Stadt und Vorstädte auf'sprachtvollste erleuchtet. Es war das die schönste Illumina-tion, die ich erlebte.

In den ersten Tagen des Juli kamen Fürst KarlSchwarzenberg, mit welchem ich damals viel umging,Graf Stadion, mein getreuer Pilat, und viele andereaus Frankreich zurück; Gras Clam-Martinitz aus London.

Am 15. fuhr ich dem Fürsten Metternich nachSt. Pölten, und von da, nach zweitägigem Harren, am17. nach Mölk entgegen, wo er zwischen 4 und 5 UhrMorgens ankam, und von wo ich ihn (am 18.) nachBurkersdorf begleitete. Am 20. wurde (auf Veran-staltung des Grafen Ferd. Palffy) dem Fürsten vorder Staatskanzlei eine feierliche Nachtmusik gebracht.