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fremden Diplomaten sah ich am meisten Graf Stacke!-berg, Graf Schulenburg, Lamb. Unter den Fremdenwar der Engländer Vernon der, dessen Umgang mich ammeisten anzog.
Von den öffentlichen Begebenheiten dieses merkwürdi-gen Zeitraums habe ich in meinen Tagebüchern wenigaufgezeichnet, ob ich gleich darin lebte und webte, und siestets früher als das Publikum erfuhr. Dies Stillschwei-gen hatte wohl hauptsächlich darin seinen Grund, daß ichfast immer abgesonderte politische Journale führte, dieich später zu vernichten für gut hielt.
Sonderbarer ist, daß ich selbst über meinen Gesund-heitszustand in jenen Tagebüchern sehr sparsame und un-vollkommene Notizen finde. Daß ich seit dem Februarzuweilen unpäßlich und leidend war, ist gewiß; auch, daßich einigemal den alten Frank konsultirte. Indessenscheinen diese vorübergehenden Uebel weder auf meineGeschäfte, noch auf meine gesellschaftlichen VerbindungenEinfluß gehabt zu haben; und am 2. Mai (meinem Ge-burtstage) schrieb ich: „Ma santé s’est extrêmement ré-tablie depuis quelques semaines; je me sens presqueaussi bien que dans les trois mois à Prague.“ Ineben diesem Artikel war ich thörigt genug zu glauben„que ma carrière politique avait l’air d’être finie avecles événements“; eine denkwürdige Probe der Stockblind-heit, in welcher verständige Menschen zuweilen über ihrenächsten Schicksale schweben!
Am 8. Mai reiste die Herzogin von Sagan nachParis, nachdem sie mich in der letzten Zeit, durch gewisseneuangesponnene Verhältnisse, die mit denen, wovon ichder Vertraute war, nicht gut stimmten, in mancherlei Ver-legenheit verwickelt hatte. Beinahe hätte ich mich ent-