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Den 8., Freitag. Die Schmerzen hatten heute etwasnachgelassen. — Besuch von Herz; langer Besuch vonBaron Stürmer — dann Hofrath Floret. — Gegen2 Uhr fuhr ich zum Sattler in die Leopoldstadt, und ver-suchte meinen Reisewagen, mit dem ich zufrieden war, unddessen Bewegung mich nicht angriff. — Nach dem Essenmachte ich einen Besuch bei Wellesley's, war gegen8 Uhr wieder zu Hause, schlief früh ein, und verschafftemir dadurch (wenigstens bis 4 Uhr) eine gute Nacht.
Den 9., Sonnabend. Der Himmel war sehr heiter, derThermometer jedoch in der Frühe nur 5°. — Um 1 Uhrnach Weinhaus. Strenge und trockene Luft. Schwachesund schwieriges Aufstreben der Vegetation. Ich befandmich übel; zu nichts aufgelegt, höchst abgespannt, obgleichdie materiellen Schmerzen allerdings seit ein paar Tagenabgenommen haben. Ich ging auch nur wenig aus derStube, und schrieb bis 4 Uhr. Dann fuhr ich in dieStadt. — Um 6 Uhr kam Pilat, und stellte mir seinenVetter Käser aus München vor. Besuch von GeneralWallmoden, dann von Fürst Windischgrätz. — Um10 Uhr zu Bette. Schlechte Nacht.
Den 10., Sonntag. Ich erwachte ziemlich übel gestimmt.Indeß riß ich mich um 8 Uhr aus dem Bette. Pilatprophezeite einen warmen Tag; heiter war er, aber nichtsweniger als warm. Um 10 Uhr Besuch von Fürst Ester-hazy. Um halb 12 ausgefahren zu Graf Sedlnitzky,Baron Stürmer, nach Währing. Um halb Z zu HauseHofrath Wacken. Kommunikate und Vorträge des Für-sten aus Paris gelesen. — General Wallmoden ißt mitmir zu Mittage. — Abends Besuch von Graf Wratislaw,Baron Türkh eim und General Steig entesch. Um 10 Uhrzu Bette, und- ziemlich gut geschlafen.