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3 Uhr mit allen meinen Arbeiten fertig, und schickte sie indie Stadt. — Nachher hatte ich ein langes Gespräch mitPilat, schrieb wieder, und las bis halb 10 Uhr, wo ichmich niederlegte.
Den 14., Sonntag. Es geht mit den Fortschritten mei-ner Besserung gut. Ich bin seit einigen Tagen sehr zu-frieden. Das angenehme Wetter — die ungemeine Schön-heit meines Gartens — die guten Nachrichten aus derTürkei — die wenigstens beruhigenden aus Petersburg —alles das wirkt günstig auf meine Gesundheit. Ich binauch jetzt bereits entschloffen, auf Türkheim's (und Metter-nich's) Rath die Reise nach Gastein zu Ende dieses Monatszu unternehmen. — Ich brachte den größten Theil desheutigen Tages mit Redaktion einer Haupt-Depesche nachBucarest zu. — Und gegen 8 Uhr Abends ging ich zuWellesley's, wo ich mit Wenzel Liechtenstein zu-sammentraf, und bis nach 10 Uhr verweilte.
Den 15., Montag. Heute regnete es von Morgen bisAbend. Es war ein trauriger Tag; und auch mein Ge-müth war finster gestimmt, ob ich gleich eigentlich übernichts zu klagen hatte. Außer Belio, mit dem ich eineStunde konferirte, sah ich keinen Fremden, schrieb an De-peschen bis auf den Abend, und las dann ein paar Stun-den. (Mein Unstern mußte mich aber auf das neuesteCahier des Edinburg Review führen, eine der abscheulich-sten Diatriben gegen Oesterreich enthaltend.) Um 9 Uhrging ich zu Bette, fühlte mich wohl, schlief, zwar oft un-terbrochen, doch im Ganzen viel.
Den 16., Dienstag. Das Wetter verbesserte sich; dochblieb es auffallend kühl, und ward gegen Abend stürmisch.Ich fuhr um 10 Uhr in die Stadt, brachte einige Stun-den bei mir zu, und dann war ich bis nach 2 Uhr bei