78
Baron Clemens Hügel. — Abends besuchte ich Welles-ley's und blieb bis nach 10 Uhr bei ihnen.
Dm 11., Donnerstag. Ich befand mich heute wenigerwohl als in den vorhergehenden Tagen. Das Wetter warübrigens sehr kühl. Ich arbeitete den ganzen Vormittagan dem für den Beobachter bestimmten Artikel der Gazettede France. Um 4 Uhr brachte mir Leiden von BaronStürmer die Petersburger Expedition vom 31. Juli, dieich nach dem Essen durchlas, und exzerpirte. Während derZeit hatte ich Besuch von Fürst Esterhazy, und LordStanhope. Um halb 10 Uhr zu Bette.
Den 12., Freitag. Ich fuhr um 9 Uhr in die Stadt,und zwar gerade zu Baron Stürmer, um ihm die Peters-burger Expedition zurück zu geben, mit welcher Leidennach Jschl geschickt worden ist. Durch einen glücklichenZufall war gerade die türkische Post vom 25. Juli ange-kommen. Nachdem ich zu Hause meine Pakete eröffnet,begab ich mich also wieder zu Baron Stürmer, ging dieDepeschen mit ihm durch, und fuhr um 2 Uhr nach Wein-haus zurück. — Ich vollendete hier zuerst die Uebersetzungdes Artikels der Gazette de France, und ging dann so-gleich an die Redaktion eines Artikels aus Konstantinopel.— Gegen Abend kam Baron Stürmer noch einmal zumir, um die wichtige Neuigkeit der Einnahme von Mifso-longhi mit mir zu berichtigen. — Abends ging ich zuWellesleh's, blieb bei ihnen bis halb 10, und ging dannzu Bette. Das Wetter war heute auffallend kühl.
Den 13., Sonnabend. Dies war ein äußerst schönerTag, den ich durchaus in Weinhaus zubrachte. — Ichbeendigte meine Redaktionen, hatte kurze Besuche vonWellesley und Maltzan, machte Auszüge aus einerDepesche von Miltitz, schrieb an den Fürsten — war um