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dies war aber nicht der Fall; vielmehr hatte ich alle Ur-sache, mit diesem Tage, wo ich doch keinen Augenblickmeine Stube verlaffen konnte, zufrieden zu sein. Ich ar-beitete anhaltend an der gestern erwähnten Revisionsarbeit,aß nach 4 Uhr, mit besserem Appetit als ich erwartethatte, schrieb dann wieder einige Stunden, ergötzte micheine Zeitlang in Leopold's Familie (die hier bei mir zuhaben, eine wahre Wohlthat in dieser Einsamkeit ist) andem kleinen lieben Kinde, und ging um 8 Uhr zu Bette,hatte aber eine mittelmäßige Nacht.
Den 17.., Sonnabend. Nahm das zehnte Bad. —Schrieb gleich nach dem Frühstück an Briefen, die ich nachWien abfertigen wollte; hauptsächlich an einem Briefe anden Fürsten, wovon ich schon gestern einen großen Theilgeschrieben hatte. Um 12 ging meine Estaffette ab. Hier-auf las ich ein paar Stunden auf einer Bank vor derThür. Ich bin im zweiten Theil der Histoire àes Duosàe Bourgogne von Barante; ein Buch, welches mir An-fangs wenig gefiel und deffen affektirte Einfalt ich nielieben werde, welches mich aber doch durch das Interesseder Begebenheiten und die Treue der Erzählung anzieht.— Nachher ging ich wieder an meine Arbeit, setzte sieauch nach dem Essen bis gegen 8 Uhr fort, und hatte eineunruhige Nacht.
Den 18., Sonntag. Das elfte Bad. Sobald ich an-gezogen war, machte ich einen Besuch bei meinen Nach-barn, Graf und Gräfin Wratislaw, und unterhielt mich,zu ihrem großen Genuß, ein paar Stunden mit ihnen. —Dann ging ich wieder an meine Arbeit. Die Luft warmir zu kühl, um mich lange im Freien aufzuhalten; derThermometer stand um Mittag auf 15, später aber stieger auf 18. — Zwischen 5 und 6 erhob sich unerwartet