Band 
Vierter Band.
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ein Gewitter von Norden her, welches einigemal stark blitzteund donnerte, aber in kurzer Zeit vom Nordostwinde hin-ter die Gebirgskette zur Rechten getrieben ward. — Ichvollendete diesen Abend die erste Abschrift meiner Revi-sion. — Die Nacht war unruhig.

Den 19.^ Montag. Nach dem zwölften Bade entstandnatürlich die Frage, wozu es führen könnte, wenn ich nunnoch drei oder vier Bäder mehr nähme, da in den letztenTagen der Zustand meiner Beine eher etwas schlimmerals besser geworden war. — Ich hatte eine lange, höchstverworrene, und höchst unnütze Unterredung darüber mitDr. Storch; entschloß mich aber mein vorgesetztes Pensumdurchzuführen; nicht aus irgend einem überzeugendenGrunde, sondern weil ich es einmal so bestimmt hatte.Dann nahm ich Abschied von meinen Nachbarn, die heuteGastein verließen.— Das Wetter war überaus schön; derThermometer nicht über 16. Um 12 Uhr etablirte ich michauf einem Platz neben dem Schlosse, und setzte hier sehrruhig und angenehm bis 3 Uhr, meine Arbeit — nämlichdie zweite Abschrift des gedachten Aufsatzes — fort. —Gegen 5 Uhr aß ich mit dem besten Appetit, und schriebnachher wieder bis halb 8. — Da ich mich gar nicht zumSchlafen aufgelegt, dabei aber wohl und schmerzensfreifühlte, so las ich nun bis halb 10 Uhr, und vollendeteden zweiten Theil der Geschichte von Burgund, mit wel-chem ich mich, trotz der Ziererei des Verfassers, doch zuletztausgesöhnt hatte. — Um halb 10 Uhr ging ich zu Bette,und erwartete nun eine bessere Nacht als die vorher-gehende. Aber mit nichten! Es war die schlimmste, dieich seit langer Zeit erlebt; um so auffallender, als esnicht der Schmerz war, was mich am Schlafen hinderte.

Dm 20., Dienstag. Sehr unzufrieden mit der unruhigen