Band 
Vierter Band.
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Den 9., Ireitag. Um 11 Uhr zum Fürsten; nachherGespräche mit Baron Stürmer, Brenner, Münch,Mercy, bis nach 3 Uhr. — Abends Besuch von FürstWittgenstein aus Darmstadt. — Später von GrafSchulenburg. Um 10 zu Bette; und nach langer Zeitwieder eine gute Nacht.

Den 10., Sonnabend. Um 11 Uhr kam der FürstMetternich zu mir, und theilte mir einen (sehr beruhi-genden) Bericht aus Petersburg mit. — Um halb 1 fuhrich nach Weinhaus, und arbeitete dort bis halb 4 Uhr.Das Wetter war noch so herbstlich milde, daß ich die neuenAnlagen im Garten sehr gut beurtheilen konnte, und großesWohlgefallen daran fand. — Abends fuhr ich, bei sehrübler Stimmung, mit Leiden in's Theater an der Wien,wurde durch die Späße des trefflichen Schauspielers Carldoch einigermaßen aufgeheitert, fuhr um 9 Uhr nach Haufe,und hatte eine höchst mittelmäßige Nacht.

Den 11., Sonntag. Um 11 Uhr zum Fürsten; nachherbei Stürmer. — Von 2 bis 4 Uhr hatte ich einen An-fall von schmerzhafter Nervenschwäche, wie ich ihn langenicht gekannt, und der mich sehr niederschlug. — Mit demKinde geht es, Gottlob, gut. Die Sorge um dasselbetrug in den letzten Tagen auch viel zu meinem Mißmuthbei. — Nach dem Essen wurde mir besser. — Ich schriebbis 8 Uhr, gab Huszar, obgleich sein Besuch mir lästigwar, eine ziemlich lange Audienz, — las bis halb 11 Uhrim Bette, und hatte keinen Übeln Schlaf.

Den 12., Montag. Um 11 Uhr fuhr ich auf die Staats-kanzlei, wo ich an einer Konferenz über die längst be-sprochene Verstärkung unserer Marine im ArchipelagusTheil nahm, der von Seiten der Staatskanzlei BaronStürmer, Hofrath Brenner, und ich, von Seiten des