Band 
Vierter Band.
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Den 6., Dienstag. Langer Besuch von Baron Belio.

— Auszüge aus den Prokesch'schen Berichten gemacht. —Ich war ziemlich heiter und zufrieden. Besuch von Mar-quis Caraman; Abends um 8 Uhr die beiden Prinzes-sinnen von Kurland, die am Sonnabend hier angekommenwaren. Angenehmes Gespräch mit diesen Damen bis halb10 Uhr. Nicht gute Nacht.

Den 7., Mittwoch. Besuch von Acerbi, Graf Bom-be ll es. Um 11 Uhr zum Fürsten. — Um 2 Uhr mitLeiden nach Weinhaus. Schönes, mildes Wetter; Freudean den Veränderungen im Garten. — Bei Wellesley'sgegessen. Sir Hudson Löwe, der, nach allem, was ichvon ihm gehört, keinen besonderen Eindruck, ui ou dien,ni en mal, auf mich macht. —• Bevor ich wegging, kamdie Fürstin Grassalkovich, und behandelte mich unendlichgraziös. — Um 7 Uhr zu Hause. Gleich zu Bette. Mitverschiedenen Unterbrechungen geschlafen bis 3 Uhr. Dannbis halb 6 gelesen; und wieder bis halb 8 geschlafen.

Den 8., Donnerstag. Besuch von Sir Hudson Löwe.

— Später von Graf Appony, Pfeilschiffter rc. Inder Zwischenzeit an einem Aufsatz, zu welchem die Prokesch'-schen Berichte Stoff und Veranlassung gaben, gearbeitet.

— Heute deklarirten sich die fatalen Masern bei meinemkleinen lieben Franzel, aber zum Glück so gutartig, daßsie mich nicht sehr beunruhigten. — Abends langes Ge-spräch mit Türkheim über meinen Zustand. Er vereinigtsich mit mir in der Ueberzeugung, daß meine sogenannteGicht durchaus nervöser Natur, und Stärkung des Ner-vensystems mein einziges wahres Bedürfniß sei. — Um9 Uhr zu Bette; weil aber der Schlaf sich nicht einfand,Licht wieder angezündet, und bis halb 12 gelesen. Dannmit Unterbrechungen bis 7 Uhr ziemlich gut geschlafen.