Band 
Vierter Band.
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Nachricht vom Tode des Kaisers hatte sich gleich gestern überdie ganze Stadt verbreitet. Heute entstanden Zweifel; Kon-jekturen über Konjekturen! — Ich aß bei Schulenburgmit den Prinzessinnen, Gräfin Fuchs, Gallenberg, demPrinzen, Wallmoden, Tettenborn. — Von 7 bis !)bei Lady Wellesley. — Hierauf eine zweite, sehr guteNacht; Kompensation für alle anderen Unannehmlichkeiten!

Den 16,, Freitag. Ich war voll Heiterkeit und Muth;nicht nur ohne äußeren Grund, sondern ganz gegen dieUmstände; aber ein Gefühl von körperlichem Wohlsein trägtüber alles. — Die Ungewißheit über den Tod des Kaisersdauert fort; ich hatte lange, vertrauliche Gespräche mit demFürsten, auch über andere, selbst nur persönliche Gegen-stände. Ich aß — seit langer Zeit das erstemal! — zuMittag bei ihm, mit den Prinzessinnen von Kurland,Fürstin Grassalkovich, Gräfin Wrbna, Therese Ja-blonowska, Sedlnitzky rc. — Um 7 Uhr zu Hause;Freude am Kinde; im Gibbon gelesen. — Die Nacht nichtso gut als die vorigen.

Den 17., Sonnabend. Nicht ausgegangen. Den ganzenTag an der erst heute angefangenen Expedition nach Bu-carest gearbeitet. — Besuch von Fürst Hatzfeldt, Pilat rc.Häufige, widersprechende Nachrichten über den Tod desKaisers. Ein Billet von Münch, welches ich Abends um6 Uhr erhalte, bestätigt (mir wenigstens) das Faktum überalle ferneren Zweifel. Um 5 Uhr gegessen. Ruhiger Abend.Später, aber sehr guter Schlaf.

Den 18., Sonntag. Besuch von Herz. — Um 11 Uhrzum Fürsten. Ankunft des Kouriers Renard aus Peters-burg vom 6. — Gespräche über die große Neuigkeit desTages, mit dem Fürsten und Sedlnitzky. — Um 2 Uhrnach Weinhaus, wo die neuen Anlagen zu meiner völligen