Band 
Vierter Band.
JPEG-Download
 

137

des Fürsten Esterhazy betreffend. — Zu Mittage Gesell-schaft bei mir: Prinz von Hessen, Fürst Wittgenstein,Münch, Schulenburg, Bernstorff, Tettenborn,Pilat, Fuchs. — Abends Parthie mit dem Prinzen,Schulenburg und Bernstorff, bis halb 10 Uhr. Um

10 Uhr zu Bette. — Mittelmäßige Nacht.

Den 20., Freitag. Um 11 Uhr zum Fürsten. Gesprächbis 2 Uhr. — Besuch bei den Prinzessinnen von Kurland(Unterhandlungen über den von der Fürstin Grasfalkovichmir zugedachten Besuch). — Um 4, als ich mich eben zumEssen gesetzt hatte, kam Sir Henry Wellesley, und lasmir einen langen Brief von Canning, die seltsamen Vor-gänge mit dem abgerufenen, und dann wieder bestätigtenPaul Esterhazy betreffend. — Den Ueberrest des Abendsbrachte ich mit einigen leichten Arbeiten und Lektüren zu,ging um 10 Uhr zu Bette, und hatte eine ruhige Nacht.

Den 21., Sonnabend. Die Kälte hatte diesen Btorgenbis über 11 Grad zugenommen. Ich beschloß, wo möglich,nicht auszugehen; und es gelang mir auch. Ich verschafftemir einen ruhigen, genußreichen Tag, den ich größtentheilsmit Lektüren über Rußland — woraus ich jetzt wiederein Hauptstudium mache — zubrachte. Nur zwischen 6und 7 entschloß ich mich zu einem nothwendigen Kranken-besuch bei der Fürstin Hatzfeldt, die vor acht Tagen denArm gebrochen hatte. Um 10 Uhr ging ich zu Bette, undhatte eine gute Nacht.

Den 22., Sonntag. Fortdauernde strenge Kälte. — Um

11 Uhr zum Fürsten. Mit Baron Münch gemeinschaftlicheinige mir sehr erwünschte Sachen durchgesetzt (AdamMüll er's Standeserhöhung — Gratifikation für Henecarin Frankfurt). — Um 2 Uhr zu Hause; und, außer einemkurzen Besuch von Acerbi, frei und ruhig; das Buch von