144
östlichen Europa fort. Baron Türkheim gab mir denRath, wegen meines starken Katarrhs ein paar Tage zuHause zu bleiben. Ich ging um 10 Uhr zu Bette, undhatte eine gute Nacht.
Den 10., Freitag. Ich blieb bis halb 2 Uhr im Bette.Besuch von Hofrath Brenner — nachdem ich aufgestandenwar, von Fürst Hatzfeldt. — Um 3 Uhr Baron Münch,der mit mir zu Mittag aß, und bis gegen 7 Uhr bei mirblieb. — Dann Prinz Philipp von Hessen. — Ich gingum halb 10 Uhr zu Bette, ohne Fieber verspürt zu haben.Türkheim war gegen 8 Uhr bei mir. — Mein Schlafwar nicht der beste.
Den 11., Sonnabend. Ich hatte Vormittag ein langesGespräch mit Oberst Kavanagh, über Prokesch, Las See-wesen in der Levante, die Probabilitäten russischer Unter-nehmungen rc. — Nachher erstattete mir Pilat seinenRapport. — Ich redigirte einen sehr delikaten Aufsatz,meine Verhältnisse mit Bucarest betreffend. — Hatte ge-ringen Appetit, und fühlte mich matt. Besuch von Türk-heim, und später von Schulenburg. — Um halb 10 Uhrzu Bette; die Nacht war nicht sonderlich.
Den 12., Sonntag. Die Luft war wieder kälter ge-worden; Nebel und Dunkelheit blieben dieselben. — LangesGespräch mit Baron Belio. — Brief an Mohrenheim.Gelesen und studirt. — Nachmittag Besuch von Türkheim.Abends bis 10V 4 Uhr ein nicht uninteressantes Gesprächmit Gordon.
Den 13., Montag. Ich hatte auf Türkheim's Rath einschweißtreibendes Mittel genommen, und blieb zu dem Endebis 2 Uhr im Bette; eigentlicher Schweiß aber erfolgtenicht. Besuche von Graf Mier, Baron Maltzan. — Aßmit besserem Appetit als die vorigen Tage, befand mich