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Bis 3 Uhr gearbeitet. Dann nach Weinhaus, wo ich michjetzt sehr glücklich fühlen würde, wenn nicht die fortdauerndefatale Kälte den Genuß des Gartens fast unmöglich machte.— Ich brachte übrigens den Tag mit verschiedenen Lektürenrecht ruhig und zufrieden hin, und ging um halb 10 zuBette.
Den 21., Sonntag. Mit Anordnungen im Hause undim Garten beschäftigt. — Besuch von Rothschild. Um2 Uhr zu der Gräfin Wrbna gefahren. — Den übrigenTag gelesen. Um 10 Uhr zu Bette.
Den 22., Montag. Um 11 Uhr in die Stadt. BeimFürsten erfuhr ich die schreckliche Nachricht von dem Er-trinken des Lord Jngestrie. — Um 1 Uhr nach Wein-haus zurück. Das Wetter bessert sich. — Ein ruhigerund angenehmer Tag. — Abends Besuch von Graf Schu-lenburg. Um halb 10 zu Bette.
Den 23., Dienstag. Um 9 Uhr Besuch von GräfinWrbna und Prinzessin Therese, welche vor ihrer Abreisenach Umkirchen von mir Abschied nahmen. — Um halb 12in die Stadt. Besuch bei Sir Henry, den ich, nach demfürchterlichen Schlage, der ihn gestern betroffen hat, dochsehr gefaßt fand. — Dann bis 2 Uhr beim Fürsten. —Mein erstes Diner in Weinhaus: die Herzogin von Sagan,nebst ihrer kleinen Marie; die beiden Prinzessinnen, ihreSchwester, nebstLouise; Gräfin Fuchs, Gräfin Gallen-berg und ihre Tochter; Prinz von Hessen, die beidenGrafen Schulenburg, und Pilat. Das Wetter, obgleichzweideutig, begünstigte uns doch in so weit, daß es nichtzum Regen kam, und die Luft ziemlich milde blieb: MeinGarten ist in großer Schönheit; wiewohl — merkwürdiggenug •— an Akazien, Catalpen, und anderen Bäumendieser Art, heute — am 23. Mai — nur kaum noch die