Band 
Vierter Band.
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mir die Dekoration des neuen brasilianischen Ordens vomSüdlichen Kreuze, wovon sein Kaiser mich zum Digni-taire ernannt hat, überbringt.

Den 14., Donnerstag. Ich war heute mit Ordnungmeiner Papiere beschäftigt, während welcher Arbeit ich nurdurch einen Besuch von Baron Stürmer unterbrochenward. — Nachmittag überließ ich mich der Hoffnung, nunbald wieder recht ernstlich zu meinen Studien zurückkehrenzu können — als um 7 Uhr Abends Fürst Metternichmit einem Geschäft (die Beantwortung des Münster'schenBriefes) zu mir kam, welches mir höchst peinlich war, undmir den ganzen Abend verdarb. — Ich erholte mich jedochan einer recht guten Nacht.

Den 15., Freitag. Wieder ein merkwürdiger Tag! Nichtohne Scheu ging ich an eine Ausarbeitung, über derenFassung ich weder mit dem Fürsten, noch auch nur mitmir selbst einig war. Ein Besuch von A. Müller wirktewohlthätig auf mich. Meine Lebensgeister hoben sich;Müller hatte mich kaum verlassen, als auch schon derganze Plan meiner Depesche in meinem Kopfe reif war.Ich verwendete nun den ganzen Tag auf die Ausarbeitung,mit welcher ich auch bis auf den Abend fertig ward, so,daß ich mir doch noch zwei lange Besuche von Rezenda,und dann von Lebzeltern gefallen lassen konnte. Um10 Uhr zu Bette; aber bis 2 Uhr Morgens — Unmög-lichkeit einzuschlafen.

Den 16., Sonnabend. Um halb 11 Uhr fuhr ich zumFürsten, blieb mit ihm bis halb 1. — Dann hatte ich beimir Sir Henry Wellesley's Besuch. Ein unangenehmesGeschäft (die Abfassung einer Protestation für Rezenda)drückte mich für'den Abend nicht wenig; doch war ich soglücklich, auch dies vor dem Schlafengehen zu beendigen.