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Die Redaktion der Replik auf das fatale Schreiben desGrafen Münch hatte ich dem Fürsten diesen Morgen über-geben. — Abends hatte ich auch einen Besuch von BaronHormayr.
Den 17., Sonntag. Ich blieb vor dem Essen von Be-suchen ganz verschont, sah nur Türkheim und Pilat,welches mir sehr zu statten kam, denn ich war übelgelauntaufgestanden. — Ich erfuhr die Ankunft eines Kouriersaus Petersburg; und, da ich nichts vom Fürsten sah nochhörte, so ward ich darüber einigermaßen unruhig. — In-dessen ging ich an die Abfassung meiner Depeschen fürBucarest, und arbeitete dann bis auf den Abend, bloß durcheinen Besuch von Schulenburg unterbrochen.
Dm 18., Montag. Fuhr um 10 Uhr zum Fürsten,las die Depeschen von Petersburg, Paris (die großenNachrichten von den unerwarteten Fortschritten der portu-giesischen Insurgenten) rc. Ich war noch unschlüssig, obich zu Tatischeff gehen sollte; doch wurde zuletzt dafürentschieden. Ich begab mich also um 4 Uhr in größterGalla zu diesem russischen Fest, welches mit eben so vielGeschmack als Pracht angeordnet war; der Botschafter em-pfing und behandelte mich auf die distinguirteste undfreundschaftlichste Art. Viele angesehene Personen, die ichlange nicht gesehen hatte, bezeugten mir aufrichtige Freude.Es war ein guter Gedanke, der mich dies Diner annehmenhieß. Auch ward mir das Stehen, und der Aufenthaltunter so vielen Menschen gar nicht sauer. Bei Tische saßich neben Baron Münch und General Tettenborn. Umhalb 8 kam ich nach Hause; und ehe ich noch meiner Prachtmich entledigt hatte, ließen sich die Prinzessinnen von Kur-land bei mir melden. Mit diesen brachte ich eine Stundezu, und um 9 Uhr legte ich mich zu Bette, in der Hoff-