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Depeschen nach Bucarest geschrieben. Ich war sehr miß-muthig, wozu auch der Umstand, daß Leopold krank war,das seinige beitrug. Die stacht war bis 3 Uhr ruhig;dann folgte eine Stunde von Irritation, mit leichtem Brust-krampf, von 4 Uhr an wieder ziemlich guter Schlaf.
Den 16., Freitag. Meine Stube nicht verlassen. Stür-misches Wetter. Depeschen geschrieben. Besuch von A.Müller, Belio, Graf Lebzeltern, Baron Maltzan;Abends von Hormayr, und von Graf Schulenburg.Um 11 Uhr schlief ich ein, wurde aber kurz nachher wie-der erweckt, durch einen der heftigsten Anfälle des Brust-krampfes, der im Ganzen — er hatte eigentlich zwei Akte— bis 2 Uhr dauerte.
Den 17., Sonnabend. Gespräch mit Türkheim. (Erverschreibt mir Valeriana mit Aether vermischt.) — Diekleinen Geschwüre, die sich rund um die Fontanelle vonselbst gebildet haben, quälen mich nicht wenig. — Plötz-licher Eintritt einer Kälte von 12 Grad unter Null. —Ich gehe nicht aus, arbeite an der Expedition für die Tür-kei. Besuch von Lebzeltern, nach Tische von Hülse-mann, Schlegel, Rezenda, und zuletzt A. Müllerbis 9 Uhr. Die Nacht fing wieder unter bösen Auspizienan, war aber ganz erträglich.
Den 18., Sonntag. Die Qual, welche mir die Begleitermeine Fontanelle zufügen — Leopold, an einer Hals-entzündung krank — allgemeine Mutlosigkeit — schlimmeTage! — Indessen ließ ich mich um Punkt 10 zum Für-sten tragen, las, und konversirte bis iy a Uhr. — Fuhrdann zur Fürstin Hatzfeldt, ein trauriger Besuch, undder mir sauer genug ward. Gegen Abend nahm dasBrennen um die Wunde herum zu; es gewann eine roth-laufartige Gestalt. Meine Leute verschafften mir jedoch