das Studium der Theologie bctr. 43g
steht. In ihr sind offenbar die angezeigten Pflich-ten und Bestrebungen nicht nur etwa vorläufigeErfordernisse zum Reich Gottes, sondern auf's au-genscheinlichste Seligkeiten des Reichs Gottesselbst, dazu er sie b e r u fe n h a t und einla-det, das also unstreitig geistiger Art ist. DieVerleugnung alles Irdischen ist sein erstes Erfor-dern^ und mit der Freiheit, die es der Seele ver-leihet , zugleich sein Hauptkleinod. — Und genauist dies der Geist aller Reden Jesu. Er sprichtvon sich als einem Arzt der Kranken, einemHirten Verlorner Schaafe, einem Verkündi-get des Evangeliums für Arme, als einem geist-lichen Säe mann, Fischer u. dgl. nie aber,auch keinem ins Ohr, von .sich als einem künfti-gen Usurpator. Lesen Sie doch alle AeußerungenChristi über sich, über sein Wort, über den Zweckseines Lebens; und lassen den gesunden Sinn, dieoffenbare Billigkeit richten. Die haben wir nur,sie haben wir allein, sie schließen alle Erdenpo-litik , wie Feuer das Wasser aus; und wo sindnun die politischen Reden Jesu? wo sinddie IVlstinÜL8 Uo^alss aus seinem Munde? Diemuß man uns erst geben. Das wenige, das hie-her gezogen wird, die paar Parabeln, die ausdrück-lich dem großen Haufen dunkel seyn sollte«, er-klären sich ja, wenn man sie mit dem Klarernvergleicht, selbst, und haben ihre Auslegung mitsich. Christus z. B. will die Ursache angeben, war-um sein so reines, geistiges Wort nicht überallso rein fasse? warum so viel Same verlorengehe und das Netz noch so viel faule Fische ziehe.Dies war den nähern Schülern zu wissen und zu