das Studium der Theologie betr. 449
Er spricht aber von einer doppelten Zukunft,die er ziemlich unterscheidet: vom Untergänge Jeru-salems und des Tempels, dessen Zeit er weiß unddie er mit ausgezeichneten Umständen vorhergesaget.Die geschahe in der G en er a t i 0 n, die um ihn stand;dagegen ist also nichts zu sagen. Mit dieser verbindetereine andere, höhere, von seiner sichtbaren Ankunftund der völligen Revolution aller Sichtbarkeit; de-ren Zeit aber weiß er nicht. Er knüpft sie nurmit einem „bald nach diesem!" dem EndeJerusalem nämlich, an jene und laßt sie in diesemungewissen Bald schweben. Die Apostel desglei-chen, und sind der abweisenden Rede eingedenk, dieselbst der auferweckte, erhöhete Christus, der jetztohne Zweifel in die Dauer und Revolutionen desReichs Gottes tiefer hineinsah,, ihnen noch unmit-telbar vor seiner Auffahrt gab: „es gebühret„euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde,„welche der Vater seiner Macht vorbe-halten hat." Hiemit weisen sie die Fragender Neugierde ab, beharren aber auf dem „Bald!"ihres Herrn und knüpfen eben die Lehren und Be-weggründe der Wachsamkeit, einer augenblicklichenTreue und eines stündlichen Wartens daran, dieChristus in so ernsten Gleichnissen daran knüpfet.Sie setzen also nach ihrem menschlichen und jüdischenGesichtskreise beide dicht zusammen oder gar untereinander, wie es auch die Evangelisten zu thunscheinen; dies alles aber ist Bürge von ihrer In-tegrität und Redlichkeit in Aufbehaltüng dieser letz-ten Worte. Sie setzen sowohl das: „bald nachdiesem," als das „in dieser Generation,"Herders Werke z.Nel.u.T!M. IX. F f