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Briefe,
Die Lehre des Gebets zu Gott sollte mannicht als knechtische Pflicht, sondern als ein Be-
Gräber auch nicht eben den besten Gebrauch ma-chen, oder die beste Erklärung treffen: so hak eraufgegraben, und hat darüber gerathen: ein an-derer erkläre und baue. Ich wünsche dieser Ar-beit noch viele Hände in unsern Lagen.
s.) Die historische: Man hat in allenReligionen Spuren der Dreyeinigkeit finden wol-len, und hat daher vielleicht überall etwas Tra-dition vorausgesetzt. Die dies letzte nicht gethan,haben bemerket, daß diese Art der Dreyeinigkeitvielleicht eine Personisicirung der 3 Haupteigen-schasten Gottes, der Macht, Liebe und Weis-heit sey. Die alten Chaldäer und Aegypter,Perser und Jndier, Scythen und alle ihre Eolo-riken haben die heiligeZahl 3 in der Gottheit ver-ehrt, und der Mittelgott, sie mögen ihn M ith-ras oder Orus, Ad o nis oder So mm o no-Rodom, Lama oder Thor geheißen haben,ist jederzeit ein lleberwinder des Bösen, oderWiederherstelle:: der goldnen Zeit gewesen. Manhat in dieser Art viele Beiträge, aber noch ker-nen allgemeinen Versuch, der gleichsam die vor-nehmsten alten Religionen vergliche, um aus ih-nen die Geschichte des menschlichen Verstan-des, oder die Geschichte der Volker zulernen.
3.) Die philosophische: Die zum Theilvon der historischen abhängt, da man in den 3Personen GotreS die 3 Verhältnisse seines Wesenszu der Kreatur finden will: dem Schöpfer, denzweiten Schöpfer, und den Erhalter der zweiten