III. Großbritannien
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Anton Ashley Cooper, Graf von Sh äs-te sbury, hatte das Glück, bey einer zarten Ge-müths - und Leibcsconstitution in seinem eilften Jahredie griechische und römische Sprache, als leb endi-ge Sprachen zu lernen, mithin in ihnen dem Schrift-steller, den er las, lebendig mitzudenken; einVortheil von großem Werth. Ohne Zweifel gabdiese Erziehung seiner Seele den Geschmack derAlten, der alle seine Schriften, bis auf ihre süßenFehler, auszeichnet. Lenophon und Plato,EpiktetundMark-Antonin, Horaz undLucian waren seine wirkliche nicht buchstäblicheJugend- und Lehens freunde; ihm lebendeMänner, nach denen er Philosophie und Moral,Geschmack und Vertrag, überhaupt seine Art dieDinge anzusehen und zu behandeln,formte. Dies zeigen seine Briefe an einenjungen Studirenden, in denen er aus Liebefür seine Alten sogar das Englische Klerikal zu ihrerSchule machen wollte.
Ernst war ihm also seine Philosophie, nichtScherz; eine Bildnerin der Sitten, eine Führerindurchs Leben. Wo er sie nicht also fand, vermißteer schmerzhaft seine Freundin, die bessere Lehrerinälterer Zeiten.
Da er nun früh die kultivirtesten Lander Eury-pa's sah, und in Italien mehrere Jahre hindurchseine reifere Bildung gewann, wo, was die VorweltGroßes und Schönes in Kunstwerken hinterlassen,ihm einen mit ihren Schriften, mit ihrer Denkarth ar m o n i sc h en Eindruck geben mußte: so war-und blieb er ein Schüler der Alten, seines