Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
175
JPEG-Download
 

unter Wilhelm und Annen r?d

Horaz und Cebcs, seines Ankonius und Platons;mit einem unauslöschlichen Widerwillen gegen dieBarbarey späterer Zeiten.

Was zuerst von ihm wider seinen Willen er-schien (ryos), war seine Untersuchung der Tu-gend, wie er sie im zwanzigsten Jahre ent-worfen hatte; ein Jugendversuch, der daß Schöneeiner sittlichen Gemüthsfassung nichtetwa deklamatorisch anpries, söstdern es der Tugendzum Grundgesetz machte.

Wie? einem zwanzigjährigen Jünglinge, vomGeist der Alten genährt, wollet ihrs verübeln, daßer das Schöne im Sinne der Altenzum Grundgesetz der Tugend, auch im Sinne derAlten, macht und diese eben ihrer unaussprechlichenReize wegen liebet? Siehet einIüngling vonG e fü h l die Welt, auch die moralische Weltanders alsmit Gefühl, mit Augen der Liebe? Anziehend oderzurückstoßend, also unter dem Bilde des Häßlichenoder Schönen. Ist einem Jünglinge vonStande Eine Beziehung eindrücklicher alsWohl-anstand, innere und äußere Derenz, die Gra-zie des Lebens, Würde und Honetter at desCharakters?

Und wisset ihr, was das der Alten in

sich begreift? Nicht den flachen Anschein derDinge, mit welchem Wir tändeln. Ihnen ists derhöchste Begriff der Harmonie, des Anstan-des, der Würde, die auch höchste Pflicht ist,mit dem süßesten Reiz verbunden. Weder die Nutz-barkeit der Handlung schließet dieser Begriff aus,(eine ganz unnütze Handlung ist nieIschön,; ) noch