unter Wilhelm und Anna.
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also nicht Einerley, daß beym Gebrauch beyder Be-urtheilung nöthig sey, wo und in welchem Maasjedes seine Stelle finde, daß ein nnzeitig-angebrach-ter Scherz, ein ungcsalzner Spott das Widrigste,das Abgeschmackteste sey, das im Umgänge der Gei-ster mit einander je statt finde; dies alles sind so ge-meine Erfahrungen, daß über sie eine stumpfe Be-lehrung lieber schweiget.
Daß aber auch jede wcberstrengung nurgehoben werden kann, wenn man die Saite nach-laßt, daß man Jdeenverbindungen, die inKrumpfe des Gehirns übergegangen, nur durchein Spiel andrer benachbarten Fibern sanft löset,daß man dem eingeschlossenen Kranken frische Lust,dem über Einen Gegenstand Hinbrütenden AndreGegenstände, dem Blinden nach und nach Licht, denBetrübten Töne und Situationen des Frohsinns zuihrer Heilung oder Aufheitrung gebe, dies wollenAerzte nicht nur, sondern der gesunde Verstandselbst, in Krankheiten dieser Art der beste Arzt derSeele. Mit Recht nannte Shaftesburi seinen Ver-such über die Freyheit des Witzes undFrohsinns ssusus coiniuunis. Wie demErasmuS, so ist manchem andern sein gefährlichesGeschwür zu rechter Stunde durch ein tvohlthatigeSLachen aufgegangen; dies Lachen machte eine ernst-schmerzhaftere Operation «»nöthig. Da Lachen undScherz, Witz und Humor Uebergange sind undmehr nicht als solche seyn wollen; wer wollte diesefrohen Jnternuncien zwischen Wahrheit und Albern-heit oder Thorheit verrufen oder lästern? Wer wolltesie aber auch zu letzten, höchsten Endur-th erlern erwählen?