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IH. Großbritannien
Daß Mißverständnisse dieser Art nur möglichfind, zeigt, wie selten die Gabe des feinen Scherzessey*), wie häßliche Kcämpfe eS gebe, die immer inFurcht stehn, aus ihrer steifen Fassung wider Willenherausgescherzt zu werden. Die Sokratische Ironie,das Attische Salz, Horazischer Scherz, Cervantesehrbare Lustigkeit, von der er am Ende des Lebensals von seiner liebsten Freundin schied; diese Ge-nien« Sylphen und Sylphiden sind nicht gemeineGaste. Wen sie besuchen, wem sie gefällig folgen;er wird sie nicht verschwarzen, sondern mit ihnenandre erfreuen, und feinen Umgang durch sie bele-ben. Denn wie sollen wir mit einander umgchn?Unverständig, geistlos, schwerfällig, sklavisch? Oderverständig« frohsinnig, geistig, artig?
Nicht blos durch Lehre; zur Verjagung jenesschwerfälligen, bösen Humors wollte Shaftesburithätig beytragen; seine Schriften sind voll Witzesund guter Laune. Locke schon liebte den Spruch
*) Ein Theil der Mißverständnisse hatte wohl indem von Shaftesburi gebrauchten Wort tssv„das Lächerliche sey ein rost des Wahren" sei»nen Ursprung« Man weiß, welche sonderbareGewährleistung (rast) die EnglischeKirche gegen das Papstthum einführte, nämlichden Genuß des Abendmahls in ihrer Weise.Hoadly erklärte sich offen darüber, daß er die-sen Empfang des Sakraments als politischen tostfür einen Mißbrauch dieser Stiftung hatte; scher-zend schlug Shaftesburi den ernsten Männerneinen andern lest vor, das Lachen, den Frohsinn.