unter Wilhelm und Anna. 197
fred an Werke und Sammlungen wie Bacon's,Morris, Selden's, Usher's, Clarendon's,Bsyle u. f. da sind; man hat früh, worauf mansich stützen kann; und darf, des Geschmacks derNation gewiß, weiter wandeln. Die Festigkeit, daßeine Nation sich selbst nicht verlaßt, auf sich bauetund fortbauet, gibt allen Bestrebungen ihrer Einge-bornen sichere Richtung. Dagegen andre Völker,die, weil sie sich selbst noch nicht fanden, in frem-den Nationen ihr Heil suchen müssen, ihnen die-nend, in ihren Gedanken denkend; selbst die Zeitenihres Ruhms, ihre erprobten eignen Thätigkeitenvergessen sie, immer gern mögend, nicht vermö-gend, immer an der Schwelle weilend. Unterglänzenden Regierungen, in ausgezeichnet glücklichenZeitlaufen schimmert auch das mittelmäßige Verdienstin die Ferne.
Lasset uns indessen die Münze auch umkehren ;die Regierung der Königin Anna war eine schwa-che Regierung, ihr Hof ein weiblicher Hof.
1. So lange ihr Gemahl lebte, der, obgleichnicht König, zu ihren Rathschlägen auch ein Wortsprach, hielten sich die beyden Partheyen, Whigsund Tvry's (vieldeutig-mißgebrauchle Namen l) fastdas Gleichgewicht; nach seinem Tode ward eine Zeitöffentlicher Fronte in Meynungen, die man aufalles auszubreiten wußte. Kirche, Staat, Länder-befftz, Handel, Krieg, Frieden, selbst die Regie-rungsfolge, der Prätendent oder das Haus Hanno-