unter Wilhelm und Anna. 207
kennet, als den, der das Glück des Mensche n-geschlechts im Ganzen vermehrt hat.Habe er z. B. als ein denkender Kopf d i e Kennt-nisse beträchtlich vervollkommt, die dem Wohl derMenschen wichtig und werth sind, Wahrheiten ent-deckt, die zu Vermehrung des Wohls der menschli-chen Gesellschaft ansehnlich dienen; oder habe er thä-tig zur Vermehrung des Glücks einer Nation gehol-fen, als König oder als Minister, als Feldherr oderals Obrigkeit; zu einem großen Mann werde drey-erley erfordert: 1) ein großes Motiv, d. i. einstrebendes Verlangen nach öffentlichem Wohl. 2)Ueberwindung großer Schwierigkeiten,mithin Glaubhaftigkeit, eine aushaltend - muthigeSeele sowohl, als große Talente eines geraden, wei-ten, an Hülfsmitteln fruchtbaren Geistes. 3 ) GroßeVortheile, die man der Menschheit im Ganzen,oder einer Nation im Besondern verschafft hat. Hier-nach mißt er große Plätze, große Eigen-schaften, große Charaktere. Er unterschei-det den großen Mann von allerley Arten berühm-ter Männer, die mit einander wetteifern, einanderübertreffen. — „Große Männer, meynt er, sehenwenige neben oder unter sich groß; daher sey ihrLob so schätzbar. Das Wort, das Montecuculiüber Tucenne sagte, als ihn die Kanonenkugelhingerissen hatte: Er machte der menschli-chen Natur Ehre *), sey ihm die größte Lob-rede. "
) Lei Iiomille - la kalsoit honNeiir lc Is Naturskumsiue, Osuvr. cke 5t. klsi'rs 1.XIII, r>, 26 b.