Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
218
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2,8

III. Großbritannien

ja Kraft einer fremden Person handelten,ohne daß sie es wußten; welche sonderbare Be-sitzung nur in Krankheiten, in »»vorgesehenenZufallen, am meisten im Alter an den Tag kommt:denn das Alter ist eine zweyte schwächere Kindheit.

Oft vertrat ein Buch die Stelle der lebendi-gen Bekanntschaft, wie man z. B. dem HomerischenAchilles die Heldenverrückung Alexanders,,dem Lesender Thaten Alexanders im Eurtius die StimmungKarls XII. z» romantischen Kriegszügen beymißtund mehrere dergleichen angenehme Mahrchen oderGeschichten erzählet. Der Funke könnte indeß nichtzünden, wenn im Gemüth des Lesenden nicht schonder Zunder bereit läge, und äussere Umständenicht dazu kamen, ihn zu wecken, zu nähren. Mei-stens sind wir gegen alles Seltene sehr nachse-hend; in uns oder in andern muntern wir es, ebenweil es uns neu ist und wir in ihm weder Anfangnoch Ende absehen, oft gegen die Vernunft, auf.So finden dann romantische Charaktere im Anfangeviel Zuschauer; Bewundrer, Aufmuntrer u. f.

Personen, die uns im Leben begegnen sollen,können wir nicht wählen; wohl aber Bücher, diewir lesen; über sie sollte die allgemeine Ver-nunft und Vorsorge nicht schlummern. Un-möglich kann es der Menschheit gleichgültig seyn, anwelchen Mißgestalten sich der Jüngling ergötze, dieJungfrau gefalle, an denen das Kind wie ins zar-teste Wachs seine ersten unauslöschlichen Eindrückesammle. An Ritkerbüchcrn studirke sich der Rittervon Mancher Nachte und Tage durch zum Tho-