unter Wilhelm und Anna. 22b
Kritiker und der Schwärmer, die Tollheit der Philo-sophen, die Bettelacmuth der schlechten Poeten , denleeren Wind der Projektmacher und Enthusiasten hatkaum jemand wie Er ersaßt und geschildert. Wo esEinkleidung oder Inhalt litt, ist auch das Besseredem Schlechten, dem Nutzlosen das Nothwendigeentgegengestellt, nicht etwa mit lauen Wünschen,sondern mit dringender Thätigkeit , federnd.
Thätig sind alle Schriften Swifts'; nichtmüßige Deklamationen. Wie seine besten Aufsätzeaus wirklichen Anlässen Hervocgehn und auf wirk-liche Personen sich beziehen; so strebt jeder zu einembestimmten Endzweck. Seine Predigten selbst,(von denen er, eben eines fehlenden bestimmten Zweckswegen , so klein dachte) auch sie sind Reden der thä-tigen Vernunft und Menschengüte, keines Deklama-tors. Leerer Worte war Swift unfähig bis auf denkleinsten seiner Briefe. Wo aber zu handeln, woein bestimmter Zweck zu erreichen war, da kämpftSwift, in den Tuchhandlerbriefen, wie injedem politischen Pamphlet.
Uns gilt es gleich - ob die Sache, die er da-mals politisch vertheidigte, rein oder unrein gewesen;das Unreine daran, wen schmerzte es am meisten?IHN selbst. Warum mußte er unter einem schwachenMinister, einer noch schwachem Königin, und einemunzuverläßigen Bvlingbrocke, dazu untergeordnet- fastohne Beruf dienen? Warum überhaupt war er einTory? In Allem- was Swift durch sich thunkonnte , handelte er nicht nur strenge und rein, son-dern war die Ordnung und Gerechtigkeit selber. Un-ter der Gestalt eines Züchtigers und Censors ein hel-HcrderL Werke z. PHU. u. Gesch IX. P I,