Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
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3io V. Die Großen

ten. Die alte Polnische Nativnalmacht wardeine glänzende Garde; die obern Stände gewöhntensich zu einem Uufwande, den weder Jude nochSklave bestreiken konnte, und da in Polen der er-werbende Mittelstand, die Säule eines StaatS,fehlte, auch niemand daran dachte, daß wenn alleumliegende Lander ungeheure Fortschritte machen, einin üppiger Barbarey zurückbleibendes Mittelland umso ärmer, schwacher und verächtlicher, zuletzt abergewiß den Starkern zur Beute werde, so ward iülangen Prachtaufzügen ei» halbes Jahrhundert hin-durch vorbereitet, was gegen das Ende deS Jahrhun-derts rasch erfolgt ist, Polens Zerreißung.Mit Augusts des Ersten Wahl war sie unter-zeichnet worden: denn eine Nation, die ihre Kronemehreren Auswärtigen seil bietet, und sie dem zuletztMeistbietenden zuschlagt, ist keine Nation mehr. In-dem sie sich Jedem mächtigen Auswärtigen zur Beutegegeben, hat sie sich zu Allem verkaufet.

Polens Magnaten, zürnt Ihr, daß man euchmißhandelt? Zürnt und schämt euch eurer Väter,die euch verkauften.

Es war wohl nicht Eigensinn allein von Karldem Zwölften, daß er auf einem Pi asten bestand,der Polens König seyn sollte; er sah den Zustandder Lander rings umher, dabey auch Polens Zu-stand. Ein ruhiger, patriotisch-thätiger Piask alleinkonnte ihm aufhelsen; schwerlich ein Gewirr aus-wärtiger Kabinette, und ein frcmd-eingeführtcr Luxusniemals. Es ist ein angenehmer Traum, sich denvielersahrnen, vielgeprüften, dabey gesetzten, ruhigüberlegenden Stanislaus die lange Zeit, die er ae-