320
V. Die Großen
4 .
Peter der Große.
Ein Monarch den Namen des Großenverdient, so ists Peter A l e xl ew i tsc h; und dochwie wenig sagt der Name! 'Er deutet nichts alsein Verhältniß an, das man nur hoher oder tiefernehmen darf, um zuletzt ihm in unermeßlich-großenoder kleinen Größen ganz zu entkommen; fine cha-rakteristische Eigenschaft des Mannes be-zeichnet der Name nicht. Selbsthalter nennensich Rußlands Monarchen; Er war dies nicht allein,sondern Selbsteinrichter und Haushaltetseines Reichs, ein allenthalben umherwirkenderGenius, der hier anordnete, dort schuf und lenkte,dort anregte, lohnte, strafte — überall aus uner-müdlichem Triebe Er selbst, nie durch Ihn einAndrer. Dieser Trieb, diese Geniuskraft zeigt sichin seiner kleinsten und größesten Unternehmung, ver-bunden mit Klugheit, Entschlossenheit undauch im wilden Zorn mit einer bald rückkehrendenBilligkeit und Menschengüte. Was jenerWilde von einem Engel Raphaels sagte: „er istmeines Geschlechts!" gölte von diesem erhabenenWilden.
Schon im Knaben zeigte sich der anordnendeGenius, der in Moskau zuerst eine eigne Kom-pagnie errichtete und in ihr selbst von unten ausdiente.
Dies