im Nord.
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Dies Dienen von unten auf, der damaligen Denk-art seiner Nation ganz entgegen, war wie sein Tage-buch *) zeigt, zu See und Land, in Handwerken,Künsten und im Kriege, Peters Einmal Eins,seine Regel; er glaubte, matt könne nichts, wasman nicht von unten auf gelernt habe. So lernteer den Schiffbau, das Drechsle», Eisenschmieden,so diente er militärisch hinauf zu See und zu Lan-de. Erst bey der Krönung Katharinas, wenige Zeitvor seinem Tode, wurde er Vice - Admiral; Shoutby Nacht mußte er lange bleiben, und würde derAdmiralität übel begegnet seyn, wenn sie ihnauf seine eigne eingereichte Supplik früher beför-dert hatte, als es ihm gebührte. Dies, wie alleseine Einrichtungen waren ihm nicht Regcntenspiel,sondern Ernst. Früh überwand er in sich seinen Ab-scheu gegön das Wasser und Wasserfahrten so sehr,daß der Serdienst Zeitlebens ihm eine blinde Leiden-schaft ward, und die Fahrt auf dem Wasser ihmzuletzt sein Leben selbst kürzte.
Schauderliche Empörungen und Lebensgefahrenumrangen ihn in der zartesten Kindheit; am Altareiner Kirche, woyin ihn seine Mutter geflüchtet,stand in einem Auflauf das Messer eines wüthendenStreichen schon an seiner Kehle, als die Stimmeeines andern Aufrührers: „Bruder, hall! nicht amAltar!" ihn rettete. Nach vielen Jahren erkannteer diesen Streichen, fuhr, als er sein Gesicht sah,schaudernd vor ihm zurück, und entfernte ihn schreck-
*) S. Tagebuch Peters des Großen, übersetzt vonBackmeister. Riga.
Herders Werke z. Phil. u. Gesch. IX. »rk l.