Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
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3z o V. D ir G r o ß e n

trieb es mit unzerstörbarer Lust «nd Liebe; Er lebtewie ein Holländer. Die Großen seines Reichs, Kne-sin und Bojaren, waren freylich nicht geneigt, sozu leben; Asiatisch Blut, K.onstantinopolitanischePrachtliebe, Tsargorods Lebensweise floß in ihrenAdern. In Peters Reich sollte alles Dienst seyn;und so lange Er befahl, diente — und stahl man,wie sein Polizeyminister Jaguschinski ihm letz-teres bey vollem Senat im Namen Aller unverho-len sagte. Fremde Künstler und Glaubensgenossenmochte der große Kaiser einführen; sie kultivirtenvon innen seine Nation nicht. Der Nationalcha-rakter, die griechische Sitte und Lebensweise, endlichdie griechische Kirche standen Felsenfest da; sie konn-ten weder , noch wollten sie bey einer andern, ge-schweige der Holländisch-Deutschen Sitte und Kirchezur Lehre gehen. Peter indeß erfüllte seinen Beruf;mit dem übersehendsten Geist diente er auch im Bauseines Staates von unken hinauf, so weit erkommen mochte; den Fortbau überließ er der Nach-zeit. „Wenn ich nicht Ezar geboren wäre, sagteer , möchte ich Admiral von Großbritannien seyn."Wohlan ! wenn er wiederkommt, wird er vom schwar-zen Meere oder von Kvnstantinopel aus Großadmiralder Betriebsamkeit und des Gewerbes gesummterTheile der alten Welt werden; fein Bild, wie desKoloffus zu Rhodus beschreib am Hellespvnt beydeWelttheile sichernd, friedlich.

D. Kennst Du das Denkmahl, das ihm Ka-tharina die Zweyte errichtete?

E. Wer sollte es nicht kennen, da Fa krönet,sein lauter Meister, und auch für oder wider Fal-