Band 
[Adrastea I & II.]
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zu Beförderung eines geistigen Reiches. 2o3

hindere und aufhalte, vielmehr ihn dadurch erwecke,daß man ihm große und gute Zwecke verzeich-net. In der Sphäre der Menschheit müssendiese Zwecke liegen: denn weiter hinaus reicht derBlick nur weniger Enthusiasten. Alles Brüten überDinge jenseit dieser Sphäre ist eben dadurch einedunkle, oft grausame Schwärmerei worden, weil sieMenschen im Kreise um sich her keine Zweckefür den Enthusiasmus gab, der in ihrer Brustschlief, oder weil sie diesen aus ihrer Brust mit Ge-walt wegdrängte. So mancher Methodist, Fanati-ker und Schwärmer wäre nicht nur zu retten, son-dern mit seinem Enthusiasmus sehr edel zu gebrau-chen gewesen; hätte man ihn auf Zwecke der Wissen-schaften und Kunst, oder des thätigen Lebens gelei-tet. Meistens aber bemerkt man im Leben derSchwärmer den veranlassenden Punkt, wosie die Linie überschritten und aus dem Gebiet nütz-licher Anwendung ins Land der Hirngespinnste unddes Wahns geriethen. Sie waren verlohren, sobalder bei ihnen feste Idee ward.

Auch die Pietät hat ihren Enthusiasmus; dieGeschichte zeigt davon die edelsten Beispiele, vonPietisterei weit entfernet. Von jener Pielisterei näm-lich, die am menschlichen Gemüth schnitzelt oder nagtund die meistens blos deßhalb ihr Spiel hat, weildem Gemüth eine bestimmte, bessere Anwendung feh-let. Wenn ein Mensch nichts zu thun findet, grü-belt er über sich selbst; übel daran ist er, wenn einEnthusiast dazukommt, der ihn zurück in sein In-neres. drangt oder dies Innere gewaltsam herauskeh-ret Der Mensch erschrickt für sich, wird über sich