22Ü I. Unternehmungen d, vcrgang. Jahrhunderts
Instituts? Ihm dem Privatmann blieben alle seine.Gedanken frei.
Man weiß, welchen Schaden den Jesuiten die'in einigen ihrer Schriften vorkommenden, von derGesellschaft übersehenen gefährlichen Aeußerun-gen gethan haben. So schuldlos viele Glieder derGesellschaft seyn mochten, schrieb man sie doch derganzen Gesellschaft zu. Jede Lehranstalt muß sichvon Scandalcn rein und frei erhalten; noch ist aberdamit wenig geschehen, wenn das Auge des Staatsnicht positiv wirket. Wo Talente nicht aufge-muntert, Fleiß und Erfindung nicht belohnt werden,wo der Beste unter dem Kabalen-Einfluß des Schlech-teren erliegt, ein Spinngewebe im Winkel, wo ausHunger eine Spinne die andre frißt — dies ist keineSdnnenstadt, keine Atlantis. Wie erfreu-lich dagegen der Anblick wohlorganisirter Institutesey, und wie viel durch sie gewirkt werde, eben Dashaben mehrere theils Gesellschaften, theilseinzelne Männer bis zur Verwunderung er-wiesen. Die Menschheit nimmt alle Formen anund ist ihrer Fähig, zumal in jüngeren Jahren; diewohlanständigste gefällt den Jünglingen selbst ambesten. Einer wobleingerichteken Schule eisern dieandern nach; Schulen und Universitäten einander.Beide, den jetzigen Bedürfnissen des Lebens undStaats harmonisch, geben die Idee eines wahrenSalomonischen Baues, fortwirkend auf kom-mende Zeiten. Es wird einen frohen Anblick ge-ben , wenn wir bemerken, wie das vergangene Jahr-hundert nicht etwa nur gewünscht, sondern inReinigung seiner alten, in Bildung besserer neuer