Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
233
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zu Beförderung eines geistigen Reiches. 233

würde, was privilegirke Kritik ihres Leindes heißt,mit unterzeichneten Namen der Autoren, von jedemRedacteur kritischer Blätter pflichtmaßig zugefertigt,nicht zu ihrer Censur allein, sondern vorzüglich zuihrer Notiz, im Fall, wo es Notiz bedürfte. Derenbedarf es, um Die zu kennen, die sich selbstund andre recenstren, um überhaupt die geistigenKräfte zu kennen, die sich gegen einander bewegenod-r ruhig wirken, endlich um jede Kraft gebrauchenzu können, wozu der Staat sie gebrauchen kann undsoll. Dies aufgehobene Tuch, wie viel machte eSoffenbar! und doch würde es vor dem Publikumnicbt aufgehoben, als wo es das Recht fobert. Ansich wäre dies kritische Tribunal mehr das Auge,als der Mund des Staates.

Aber nicht wissen und einhalten allein soll derStaat, sondern auch fördern und helfen; ver-dienen Geisteskräfte es weniger, als rohe materielleKräfte? Wie viel ist in Deutschland für die Gesell-schaft geschehen, ohne daß sie nur Kunde davon nahm!Das hungernde Talent steh mit seinen Erfindungenzu ihrer Ausbildung und Anwendung oft in andereLänder.

Und wo irgend ein Fürst nur sein Auge aufliterarische Bemühungen wandte, zumal wenn es mitKenntniß und Liebe der Wissenschaft geschah, wiedankbar, sorgsam und wohlthätig wandte man gegen-seitig den Blick an! Auf seinem Seeberge beiGotha hat Zach alle Observatoren Europa's nachund nach versammlet. Der Name des Fürsten,der ihn in seinem Werk unterstützt, glänzt still undewig unter den Sternen.