Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
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25 » II. Briefe zu Beförderung

Gang der Dinge erhoben fühlet, athmet er ein rei-neres Element: er vergißt den niedrigen Kummer,der ihm da und dort das Herz drückte, wenn er denStrom der Zeit stockend, und sich in einem stehen-den Sumpf gesenkt glaubte. Der Strom der Zeitsteht nie still; jetzt rieselt er sanft, jetzt rauscht ergewaltig; allenthalben aber wehet auf ihm Olhemdes Lebens. —

In die Gedanken - oder Handlungssphare andrergrößerer Menschen versetzt, sagte B., nehmen wirTheil an ihrem Geist: wir denken mit ihnen , auchwenn wir mit ihnen nicht wirken konnten, und freuenuns ihres Daseyns. Je reiner die Gedanken derMenschen sind, desto mehr stimmen sie zusammen;die wahre unsichtbare Kirche durch alle Zeiten, durchalle Lander ist nur Eine. —

Und in diese wollen wir rein eintreten, meineFreunde, fügte A. hinzu, mit ungecheiltem Herzen,mit reinen Handen. Kein Parkhcigeist soll unserAuge benebeln; keine Schmeichelei unser Angesichtschänden. Unter uns ist, wie jener Apostel sagte,kein Jude noch Grieche, kein Knechtnoch Freier, kein Mann noch Weib;wir sind Eins und Eine. Indem wir anuns und nicht an die Welt schreiben, gehen wiraller eitlen Rücksichten müßig; warum sollten wirheucheln? Das lohnte der Mühe nicht, die Federeinzutunken; wir dürften sodann nur lesen. —

Lesen! sagte das ganze Chor, und ging in einDetail über das, was jener hier, dieser dort gelesenhatte; alle waren darüber einig, daß es der Seele