der Humanität.
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Unbefangenheit des Geistes, von heiterm Scherzbegleitet gewesen und am liebsten unter der Rosegewohnt hat? Doch warum nenne ich dies sonderbar,da es Natur der Sache selbst ist. Nur wer dieMenschen kennet, kann für sie sorgen; nur wer durchdas Bedürfniß geweckt, durch Noth gereizt, in man-cherlei Verhältnissen umhergckrieben, die süße Fruchtder Mühe schmeckte, kann diese auf die bequemsteArt andern zu kosten geben. Er hat sich die schwereWahrheit leicht gemacht; so macht er sie auch andernangenehm und faßlich.
Daß Franklins Leben ganz und im Original er-scheinen werde, will ich nicht zweissen. Dem bessernTheil der Englischen Nation ist es bekannt genug,daß er kein Aufrührer gewesen, daß er zum Frie-den und zur Aussöhnung die einsichtvollesten Vor-schlage gethan Habs, ^die, wie Weissagungen einesPropheten, die Zeit genugsam bestärkt hat. Aeußerstschwer ging er an den Gedanken, daß England undAmerika sich trennen sollten; er fand es diesem Landeselbst nicht vortheilhaft, und hielt auch das für ge-fährlich , daß es so bald zur Freiheit gelangte. Danun die Zeit hierüber mit einer gebietenden Stimmebereits entschieden und England auf andre Weiseschadlos gehalten bat: so glaube ich, daß nur wenigeAugen sich schließen dürfen, und Franklins Lebens-geschichte wird uns gegönnet seyn und bleiben. LesenSie in bekommendem Nekrolog *) die wenigen
*) Nekrolog von Schlichtegroll. Gothar7gr.