der Humanität.
3o3
tm nicht nur aufgeben, sondern die ganze Mühe undArbeit seines Lebens förmlich widerrufen, feierlichausstreichen zu müssen, und so zu sterben! Mirist kein Beispiel in der Geschichte bekannt, daß eseinem Monarchen so hart gegangen wäre.
B. Das war das Schicksal des Monarchen;setzen Sie noch das Verhangniß hinzu, das ihn, als^Menschen traf. Das Einzige, was er in seinemHause mit Zärtlichkeit liebt, der letzte Gegenstandseiner Familienhoffnung wird ihm genommen; und da-mit der Schmerz so empfindlicher sey, eben nach demAusblick der Freude, unerwartet genommen! SeinLiebling muß so dicht vor ihm das Opfer des Grabeswerden, daß seine Leiche die Ihrige aus dem Kaiser-hause gleichsam wegdrängt, und sein Leben sich nurso lange zu fristen scheint, damit vor seinen Augennoch dessen letzte Freude zerknickt werde! — „Begra-bet sie, sprach er, damit für meine Leiche Platz wer-de!" Ein einziges Schicksal!
A. Der Unglückliche konnte zuletzt nicht sagen:„ich kam, ich sah, ich siegte!" kaum: ich kam, ichsah, ich» wollte!"
B. Beruhigen Sie sich. Auch darin schonliegt viel, wie Er sagen zu können: ich sah undwollte!
Er hat viel, sehr viel, und weniges müßigesgesehen. Allenthalben, wo es in andern Ländernbesser war, oder ihm besser zu seyn schien, sammleteer, mit rastloser Thätigkeit Gedanken, Entwürfe inseine Seele —
A. Die der Tod ihm jetzt alle raubet! Ja,