der Humanität. 3,5
thut mir weh, für ihn selbst und zum Besten derMenschheit.
(Hier verbreitete sich das Gespräch abermals aufmehrere Anstalten des Kaisers, auf die Beschaffenheitund die Vertheidiger seines Kirchenrechcs u. f.; amfolgenden Tage endlich kamen wir zu den Hauptmerk-würdigkciten seiner Regierung.)
A. Daß Joseph sich des unterdrückten Land-manns annahm, wird also wohl sein größester Ruhmbleiben.
B. Sein größester, und wahrlich ein humanerRuhm. Golden sind die Grundsätze, die er in meh-reren Befehlen äußert: „Ist es nicht Unsinn, zu„glauben, sagt er, daß die Lbrigkeiren das Land,,besehen, bevor noch Unterthanen waren, und daß„sie das Ihrige unter gewissen Bedingungen an die„letzter» abgetreten haben? Müßten sie nicht auf„der Stelle vor Hunger davon laufen, wenn nie-„mand den Grund bearbeitete? Eben so absurd„wäre es, wenn sich ein Landesfürst einbildete, das„Land gehöre ihm und nicht Er dem Lande zu;„Millionen Menschen seyn für ihn, und nicht Er„sür sie gemacht, um ihnen zu dienen."
A. Aehniiche Stellen sind in allen seinen Befeh-len. Er kannte den Quell des Verderbens, undnahm sich seiner bis auf den Grund an. Jede Saitedes menschlichen Elends hat er berühret.
B. Daß Joseph dies that, bleibt sein ewigerRuhm, wenn er gleich nicht allenthalben durchdrang.Seine Verordnungen geg§n die Leibeigenschaft, überMajorate, Steuern u. f. enthalten so viel Merkwür-