der Humanität.
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viel weibliche und große natürliche -Narren sind; denndas edle Kleinod, so natürlich Recht und Vernunftheißt, ist ein selten Ding unter Menschenkindern.
Aber das ist der Teufel und Plage in der Welk,daß wir in allen Dingen, an leiblicher Starke, Große,Schöne, Gütern, .Gesicht, Farbe, unter einanderungleich sind; und allein in der Weisheit und Glückalle wollen gleich seyn, da wir doch am allerunglcich-sten unter einander sind. Und was noch wohl argerist, ein jeglicher will hierin über den andern seyn;und kann den schändlichen Narren und Klüglingenniemand nichts rechts thun, wie Salvmon spricht!„ein Narr dünkt sich klüger seyn, denn sieben Wei-sen, die das Recht setzen."
Also schreibt auch Plato, es sei zweierlei Recht,Naturrecht und Gcsetzrecht; ich wills das gesundeRecht und das kranke Recht nennen. Dennwas aus Kraft der Natur geschieht, das gehet frischhindurch, auch ohn alles Gesetz, reißt auch wohldurch alle Gesetze. Aber wo die Natur nicht da istund falls mit Gesetzen herausbringen, das ist Bette-lei und Flickwerk; geschieht gleichwohl nicht mehr,denn in der kranken Natur steckt. Als wenn ich eingemein Gesetz stellete: man soll zwo Semmel essenund ein Nösel Wein trinken zur Mahlzeit. Kommtein Gesunder zu Tisch, der frißet wohl vier oder sechsSemmel, und trinket eine Kanne oder zwo, und.thut mehr denn das Gesetz giebt. Kommt ein Kran-ker dazu, der ißt eine kalbe Semmel und trinkt dreiLöffel voll, und thut doch nicht mehr an solchem Ge-setz, denn seine kranke Natur vermag; oder muß ster-ben, wo er soll das Gesetz halten. Hier ists nun