Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
348
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3/,8 H. Briefe zu Beförderung

hilft nicht klug seyn, Angenehm seyn,dazu hilft nicht, alles wohl können;sondern es liegt alles an der Zeit undam Glück/' Was ist das anders gesagt, dennso viel: Weisheit mag da seyn, hohe Vernunft magda seyn, schöne Gedanken und kluge Anschläge mögenda seyn; aber es hilft nichts, wenn sie Gott nichtgiebt und treibt, sondern gehet alles hinter sich."So weit Lu Lher.

18.

Luther war ein patriotischer großer Mann. AlsLehrer der deutschen Nation, ja als Mitreformatordes ganzen jetzt aufgeklärten Europa ist er langst zu-erkannt; auch Völker, die seine Religionssatze nichtannehmen, genießen seiner Reformation Früchte. Ergriff den geistlichen Despotismus, der alles freie ge-sunde Denken aufhebt oder untergrabt, als ein wah-rer Herkules an, und gab ganzen Völkern, und zwarzuerst in den schwersten, den geistlichen Dingenden Gebrauch der Vernunft wieder. Die Macht seinerSprache und seines biedern Geistes vereinte sich mitWissenschaften, die von und mit ihm auflebten, ver-gesellschaftete sich mit den Bemühungen der bestenKöpfe in allen Ständen , die zum Theil sehr verschie-den dachten; so bildete sich zuerst ein populäresliter arisches Publikum in Deutschland undin den angrenzenden Landern. Jetzt las, was sonstnie gelesen hatte; es lernte lesen, was sonst nielesen konnte. Schulen und Akademieen wurden ge-stiftet, deutsche geistliche Lieder gesungen, und in