der Humanität.
deutscher Sprache häufiger als sonst gepredigt. DasVolk bekam die Bibel, wenigstens den Katechismusin die Hände; zahlreiche Sekten der Wiedertäuferund andrer Jrrlehrer entstanden, deren viele, jedeauf ihre Weise, zu gelehrter oder populärer Erörte-rung streitiger Materien, also auch zu Uebung deSVerstandes, zu Politur der Sprachen und des Ge-schmacks beitrug. Ware man feinem Geist gefolgt,und hatte in dieser Art freier Untersuchung auchGegenstände beherzigt, die zunächst nicht in seinerMönchs- und Kirchen-Sphäre lagen, daß man näm-lich auf sie die Grundsätze anwendete, nach denenEr dachte und handelte. — Doch was nützt es,vergangne Zeiten zu lehren oder zu tadeln? Lassetuns seine Denkart, selbst seine deutlichen Winke,und die von ihm eben so stark als naiv gesagtenWahrheiten für unsre Zeit nutzen und anwenden!Ich habe mir aus seinen Schriften eine ziemlicheAnzahl Sprüche und Lehren angemerkt, in denen er(wie er sich selbst mehrmals nannte) sich wirklichals Eccle si a ftes, als Prediger und Lehrer derdeutschen Nation darstellt. Neulich führte ich an,was er von der Regime ntsveränderungdachte; lasset uns jetzt hören, was er vom Pöbel undvon den Tyrannen hält.
Luthers Gedanken vom Pöbel undvon den Tyrannen.
„Die Heiden, weil sie nicht erkannt haben, daßweltliches Regiment Gottes Ordnung sep, (denn sie