Band 
[Adrastea I & II.]
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A64 II. Briefe zu B eförderung

zurückgekommen; das ist außer der Zeit." Destoschlimmer! Die Römer, die sich dieser Tugendenanmaßten, waren große Männer; warum sollten wirsie nicht nachahmen in dem, was Lob verdienet?

(i7Z8.)

„Unter Hunderten, die zu denken glauben, istkaum Einer, der selbst denkt. Die andern haben nurzwei oder drei Ideen, die sich in ihrem Hirn umherdrehen, ohne neue Formen zu erhalten; und auchdieser Eine unter den Hunderten denkt vielleicht, wasein andrer gedacht hat; sein Genie, seine Einbil-dungskraft ist nicht schaffend. Ein schöpferischer Geistvervielfältiget Ideen, faßt zwischen Gegenständen Be-ziehungen auf, die der unaufmerksame Mensch kaumbemerket. Stacke des gesunden Verstan-des ist, nach meiner Meynung, der wesentlicheTheil eines Mannes von Genie. Mittheilen laßtsich dies kostbare und seltne Talent nicht; die Naturscheint damit zu geizen; um es Einmal zu verleihen,nimmt sie sich ein Jahrhundert Frist.

„Der Vice-Gott der sieben Berge hat Fvignonwieder bekommen; ein solcher Zug von Freigebigkeitist selten bei den Regenten. Ganganelli wirddarüber in die Faust lachen und bei sich selbst sagen:„auch die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwäl-tigen!" Und das geschieht im philosophischen, imachtzehnten Jahrhundert! Wohlan nun, ihr HerrenPhilosophen, bestrebt euch, bestreiket den Irrthum,