366 ll. Btiefe zu Beförderung
thum kommt von selbst in seinen Geist; einige Wahrhei-ten entdeckt er nur durch unendliche Mühe. (1771.)
„Die Welt wird von Gevattern und Gevatte-rinnen regiert; manchmal, wenn man genug Datahat, kann man die Zukunft errathen, oft betrügtman sich aber.
„Als ein achter Schüler der Encyklopädisten pre-dige ich den allgemeinen Frieden, wie wenn ich einApostel des Abbts St. Pierre wäre, und vielleichtwerde ich nicht mehr ausrichten als er. Ich sehe,daß eS den Menschen leichter wird, Böses als Guteszu thun; ich sche, daß eine unglückliche Verkettungder Umstände uns wider unsern Willen dühinreißt,und mit unsern Projekten spielt, wie der Sturmwindin dem fliegenden Sande. Indessen geht der ordent-liche Gang der Dinge fort. (1773.)
„Ich habe den Artikel Krieg in den encyklo-pädischen Fragen gelesen. Wie ? ein Fürst, der seineTruppen in blaues Tuch kleidet, und ihnen Hüte mitweißen Schnüren giebt, der sie sich kehren läßt rechts-um und linksum, kann er sie ehrenhalber einen Feld-zug thun lassen, ohne den Ehrentitel eines Anführersvon Taugenichten zu verdienen, die nur aus Nothgedungene Henker werden, um das ehrbare Handwerkder Straßenräuber zu treiben? Die Philosophenmüssen Missionare auf Bekehrungen ausschicken, um