Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
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33o II. Briefe zu Beförderung

sondern auch wohl gerade das Gegentheil davon be-wirken.

Ich. Ich glaube dich zu verstehen. Aber manWeiß ja wohl, woher es kommt, wenn so viel ein-zelne Menschen durch die Staatsverfassung an ihrerGlückseligkeit nichts gewinnen. Der Staatsverfassun-gen sind viele; eine ist also besser, als die andre;manche ist sehr fehlerhaft, mit ihrer Absicht offenbarstreikend; und die beste soll vielleicht noch erfundenwerden.

Er. Das ungerechnet! Setze die beste StaatS»Verfassung, die sich nur denken laßt, schon erfunden;setze, daß alle Menschen in der ganzen Welt diesebeste Staatsverfassung angenommen haben: meynstdu nicht, daß auch dann noch, selbst aus dieser bestenStaatsversaffung, Dinge entspringen müssen, welcheder menschlichen Glückseligkeit höchst nachtheilig sind,und wovon der Mensch in dem Stande der Naturschlechterdings nicht gewußt hatte?

Zch. Es würde dir schwer werden, eins vonjenen nachtheiligen Dingen zu nennen —

Er. Die auch aus der besten Staatsversaffungnöthwendig entspringe» müssen? O zehne für eines.

Ich. Nur Eines erst.

Er. Wir nehmen also die.beste Staatsverfas-sung für erfunden an; wir nehmen an, daß alleMenschen in der Welt in dieser besten Skaatsverfas-sung leben; würden deßwegen alle Menschen in derWelt nur Einen Staat ausmachen?

Ich. Wohl schwerlich. Ein so ungeheurerStaat würde keiner Verwaltung fähig seyn. Er