Band 
Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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Brrrfc zu Beförderung

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28.

Realis de Vienna ist keine erdichtete Per-son. Er lebte zu Anfange unsres Jahrhunderts, dadie Cultur der höheren Wissenschaften durch Leib-nitz auch in Deutschland neuen Platz gewann; zu-gleich aber hatte sie damals mit d>em elendesten Pe-dantismus der Hof- und Schulhasen (wieRealis sie nennt), zu streiten. An Höfen blüheteeine französische Galanterie, von der wir uns kaumnoch einen Begriff machen können; einige Schul-pedanten wollten den Hofgecken nachahmen; so ent-stand die Talandrische, die Menantische, die Weibi-sche Schreibart. Der Verdienstreiche Chris tianThomasius selbst konnte sich diesem sinkendenBoden nicht entziehen, und ward in Manchem einHofphilosoph, allerdings nicht im besten Ge-schmack. Die Literargeschichte, die damals auch imGange war, hinkte dem allgemeinen Geschmack nach,schmeichelte den Ausländern; der Schall von Lud-wig XIV. hatte die Welt erfüllet, und in denDeutschen Glocken sausete er in massiverem Ton umso länger nach.

Da erkühnte sich nun dieser Realis drVienna den Hof- und Schulfüchsen DeutscherRation entgegen zu sprechen, und schrieb eine

Prüfung des Europäischen Ver-standes durch die Weltweise Ge-schichte.

Er schrieb sie; ich zweifle, daß sie je gedruckt wor-