Band 
Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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der Humanität.

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den. Das Manuscript muß sonderbare Schicksalegehabt haben: denn in der vorliegenden Schrift:„Nachricht vonRealis deVienna Prü-fung" werden sonderbare Umstände lautbar. DieHandschrift, (so sagt der Verfasser) sei 21 Jahreumhergegangen, seitdem sie Prost Adam Rechen-berg in Leipzig, (Christian ThomasensSchwager), dem Buchführer im Jahre 1693 ent-führet. Dieser habe sie unter seinen Bekannten her-umqeschickt, andre auch von dieser Sache zu schrei-ben angereiht, endlich sie R e i m a n n e n überge-ben , der den Kern seiner Literaturgeschichte Deutsch-landes ganz, aber äußerst kraftlos und unvollständigaus diesem Werk genommen, und nur die elendenkindischen Schaalen dazu gethan habe. U. f. AuchKasimirs Kanon ik, glaubt er, sey aus sei-ner sogenannten Vernunfterstattung gezogen u. f.

So anmaßend dies alles klingt, um so mehrverdiente das Werk und die Behauptung des Ver-fasse Aufmerksamkeit und Prüfung. Was er überReim anns Geschichte, über Thomasius Hof-philosophie, über den Streit zwischen Leibnitzund Newton, über den Ursprung der Journale,die Sprachenmischerei, über die Nachahmungssuchtund Demuth der Deutschen gesagt bat, ist jetzt un-ser aller Urtheil. Die Zeit hat darüber entschieden,und dieser unbekannte Gabriel Wagner *)

°) Die» war Realls wahrer Name. Zn Jöcher»Lexicon findet man ihn; die 'Anzeige der Unterneh-mungen des Mannes aber ist kaum berühret.