Band 
Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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32 Briefe zu Beförderung

digungscompliment vorbringen, daß sie die seyn, diesie sind. Unser Autor wird das für niederträchtighalten; wenn es indeß gegen stolze Nativnalver-wcmdte gesagt würde, so möchte hinter dieser De-muth ein Spott liegen, dem ich fast beitrake. Un-ter allen Stolzen haltt ich den Nationalstolzen, sowie den Geburts- und Adelstölzen für den größestcnNarren.

Was ist Nation? Ein großer, ungejaleterGarten voll Kraut und Unkraut. Wer wollte sichdieses Sammelplatzes von Thorheiten und Fehlern sowie von Vortrefflichkeilen und Lugenden ohne Unter-scheidung annehmen, und wenn cS eine bloße Mey-nung von Seelenkraften oder Verdiensten gilt, fürdiese Pulcinea gegen andre Nationen den Speerbrechen? Lasset uns, so viel wir können, zur Ehreder Nation beitragen; auch vertheidigen sollen wirsie, wo man ihr Unrecht thut, (in welchem Fallsdamals unser Verfasser war); sie aber ex xroksssopreisen, das haltt ich für einen Selbstruhm ohneWirkung.

Wir Deutschen wollten uns mit den Griechenvergleichen? Und welches wäre der gerraubestimmte,der unverfalschbare Maaßstab? Und wer wäre derunpartheyische Richter *) ? So

*) JÄ möchte gar nicht, daß sie Griechen oder auchRömer würden; Deutsche sollten sie seyn. — Werwäre der Deutsche? Der, der mitten in Europa,in gemäßigtem Klima, selbstständig (seiner selbstbewußt und mächtig) zwischen Mächten, wie zwi-schen Parteyen in der Gelehrlenrepublik, die Waa-ge hielte. M..