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Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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Briefe zu Beförderung

bemerkt, was an dem Work Blut, Blutschande,Blut-freunde, Blutgericht für eine Reihe schädli-cher Wahnbilder hange; mit dem Wort Erb, Ei-genthum, Befrtzthum u. f ists oft nicht an-ders. Zu unsern Zeiten haben wirs erlebt, was dieWortschallc Rechte, Menschheit, Freiheit,Gleichheit bey einem lebhaften Volk für einenTaumel erregt; was in und außer feinen Grenzendie Sylben Aristokrat, Demokrat für Zankund Verdacht, für Haß und Zwietracht angerichtethaben. Zu andern Zeiten war es das Wort Reli-gion, Vernunft, Offenbarung, fekig-machen*der Glaube» Gewissen, Loveoant,Isis saks u. f. Anschuldige Farben, die

Grünen und Blauen, die Schwarzen undWeißen; Lofun gs werke, mit denen man kei-nen Begriff verband, Zeichen, die gar nichtssagten, haben, sobald es Partheien galt, im Wahn-sinn Gemüther verwirrt, Freundschaften und Fami-lien zerrissen, Menschen gemordet, Lander verheeret.Die Geschichte ist voll solcher Abadonnischer Namen,so daß man ein Wörterbuch des Wahnesund Wahnsinnes der Menschen aus ihrziehen, und dabey oft die schnellsten Abwechselungen,die gröbsten Gegensatze bemerken würde.

Wahn und Wahnsinn sind überhaupt nicht soweit von einander, als man glaubt. So lange derWahn sich in einem Winkel der Seele aufhält, undnur wenige Ideen angreift, behalt er diesen Namen;verbreitet er feine Herrschaft weiter und macht sichdurch lebhaftere Handlungen sichtbar; so nennt manihn Wahnsinn. Wer kann nun jeder Zeit das Mehr